Mai 2024
Das größte Glück liegt ja häufig in den kleinen Freuden. Einem Buch etwa. Beim Vorlesemorgen
am 23. Mai 2024 an der GGS Hebborn etwa. Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen
besuchen ihre Patenkinder der ersten Klassen und lesen die erste Stunde lang mit ihnen.
Da sind die Großen plötzlich noch etwas Größer, lesen vor, die Kleinen ganz gerne nochmal klein,
hören zu. Sie sitzen in den Klassen im Neubau auf Sitzkissen in den Ecken der Unterrichtsräume, an
den Schultischen, auf den Fluren. Eben da, wo sie es am gemütlichsten finden. Hier wird gelacht, weil ein Mensch in einer Geschichte mit seinem Hund ein Schlammbad nimmt, dort wird mitgefiebert,
als es in einem Fußballspiel um die entscheidenden Tore geht oder als die Hexenkatze ihrer Magie freien Lauf lässt.
Und manchmal verkehren sich auch die Rollen: Die Patenkinder übernehmen das lesen und zeigen den Vierties, was sie schon alles gelernt haben. Dann sind die Kleinen gleich etwas Größer und die
Großen ganz gerne noch mal etwas kleiner. Oder die Teams lesen abwechselnd, ein Stück du, ein Stück ich. Als eine Lehrerin von einer ersten Klasse zu Beginn der zweiten Stunde wissen möchte, wer
denn wohl den größten Spaß mit seinem Paten oder seiner Patin hatte, strecken auf alle Fälle alle Kinder die Hände hoch. Sie hatten einen glücklichen Start in den Schultag.